Von eigenen Gnaden

Über den Fluß! oder: noch ein Bier in Allbrücke

Über den Fluß
oder: noch ein Bier in Allbrücke

An der Brücke über den Dergel angekommen bietet sich den drei Freunden das gleiche Bild wie vor einem Tag: eine handvoll Zelte auf der dem Dorf gegenüber liegenden Flußseite, und ein gutes Dutzend Bewacher für die Brücke und die Fähre. Ein frontaler Angriff auf die Bewacher von dieser Seite aus scheint riskant – vor Allem, weil niemand weiß, wie viele feindliche Soldaten sich im Dorf selbst noch aufhalten. Es muss also ein anderer Weg gefunden werden. Tarmor, Daevyn und Squeech schleichen sich zunächst ca. eine Meile den Fluß hinauf. Es gibt keinerlei weiteren Feindkontakt – die Bewacher an der Brücke scheinen zur Zeit tatsächlich die einzigen Gegner in der Nähe zu sein. Mit den Natur-Kenntnissen des Hexers, der Geschicklichkeit des Heilers und der Kraft und Athletik des Geweihten gelingt es ihnen, im Wald geeignete Baumstämme zu finden, ihre Ausrüstung zu verstauen, und die Stämme anschließend am schwer begehbaren Steilufer zu Wasser zu lassen. Bei Einbruch der Dunkelheit beginnt die Überquerung des Dergel. Die Strömung ist zwar stark, dennoch gelingt es den Dreien ohne Probleme den Fluß zu überqueren. Einer nach dem Anderen landen die Drei im Schutze der Dämmerung am Anlegesteg der alten Allbrücker Fähre. Die Freunde lassen die Baumstämme unbemerkt weiter flußabwärts treiben, legen ihre Ausrüstung wieder an, und tasten sich langsam vor. Squeech schleicht voran, und erreicht als Erster den dreistöckigen, steinernen Turm der auf der Dorfseite des Dergel über die Brücke wacht. Als Daevyn und Tarmor aufschließen, vernehmen sie eine seltsam krächzende Stimme. Der erste Gedanke gilt Shepatia, doch schnell ist allen klar, das die zwischen unharmonischem Gesang und sinnlosem Gebrabbel wechselnde Stimme nicht der Paktiererin gehört. Mehr können die Drei jedoch nicht erkennen. Dafür bestätigt sich jedoch Einschätzung der Lage: ungefähr 10 Soldaten und der offensichtliche Anführer sichern die Brücke. Squeech erklärt sich bereit, in einem Bogen in das Dorf hineinzuschleichen und die Lage zu sondieren. Dies gelingt ihm auch problemlos, und so steht er schon bald vor der Schänke, in der die Gefährten bereits Darrag aus den Klauen der dunklen Söldner gerettet hatten. Der kleine Hexer atmet tief durch und betritt den Gastraum. Sofort fallen ihm 2 feindliche Soldaten auf: einer sitzt an einem Tisch neben der Tür, und scheint dort einen in grünes Wildleder gekleideten Dörfler zu befragen. Der Zweite sitzt mit zwei ängstlichen Dorfbewohnern an einem weiteren Tisch in der Nähe der Tür. Ansonsten befinden sich lediglich der Wirt und ein einzeln sitzender Bauer im Gastraum. Nach einer Schrecksekunde geht Squeech mit der größtmöglichen Selbverständlichkeit an allen vorbei zur Theke – die Einheimischen freundlich grüßend – und nimmt dort Platz. Die Allbrücker grüßen den kleinen Mann freundlich zurück und lassen sich ihre Verwunderung nicht anmerken. Die Soldaten schauen ihm erstaunt hinterher, widmen sich jedoch schnell wieder der Befragung des Waldläufers oder ihren Getränken.
Sch nke
Durch Augenzwinkern, versteckte Handzeichen und etwas Getuschel bei der Bestellung versucht Squeech, sich mit den Dörflern zu verständigen. Scheinbar verstehen aber nur der Wirt und der Waldläufer seine Absichten. Nichtsdestotrotz leert Squeech seinen Humpem, erhebt sich von seinem Hocker und schlendert wieder in Richtung der Tür. Beim ersten Soldaten angekommen hebt er jedoch urplötzlich die Hände, und mit einem lauten und schrillen SQUEEEEECH!” fährt ein von lautem Krachen begleiteter Blitz auf das Opfer hernieder. Der Einschlag ist verheerend: von dem dunklen Söldner ist lediglich ein rauchendes Häufchen übrig geblieben, und auch Stuhl, Tisch und der hölzerne Fußboden sind stark in Mitleidenschaft gezogen. Noch bevor der andere Söldner sich umdrehen kann springt der Blitz, abermals durch lautes Krachen begleitet, auch auf ihn über und hinterläßt hier ebenfals nur Verwüstung und einen qualmendes Etwas. Die Bauern an den Tischen sind wie gebannt und rühren sich nicht. Nur der Waldläufer, der sich als Adalbar vorstellt, und der Wirt erlangen schnell ihre Fassung wieder. Squeech weist den Wirt an, möglichst viele Bauern und vor allem Handwerker zusammenzutrommeln, und die Zerstörung der Brücke vorzubereiten. Der Waldläufer, der nach eigener Einschätzung zwar recht passabel mit dem Bogen umgehen kann aber “nicht wie ein Elf schieße” folgt Squeech bis zur Brücke. Dort postiert er sich in dem nördlich des Brückenkopfes gelegenen alten Schuppen, während der Hexer zurück zu seinen Freunden am Turm schleicht. Dort versorgt er sich und seine Gefährten erst einmal mit einem Schluck Zaubertrank:
Zaubertrank
Jetzt kann der Kampf beginnen!

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Praesi Praesi

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