Von eigenen Gnaden

Die Truppe

Die Truppe

Die Praioskirche ist im Zugzwang. Es gilt, das Ewige Licht des Götterfürsten und falls möglich auch das Saatkron Blakharaz’ vor den Dämonenpaktierern aus den Schwarzen Landen (und anderswo?) zu finden und in Sicherheit zu bringen. Eine Aufgabe gigantischen Ausmaßes und ebenso die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Überall in den zwölfgöttlichen Landen werden kleine Trupps, die in der Regel aus einem Geweihten des Praios und zwei oder drei Bewaffneten als Bedeckung bestehen, zusammengestellt und auf die Suche nach den Artefakten ausgesandt. Sind diese Gruppen bezüglich ihrer Erfahrung und Schlagkraft auch äußerst unterschiedlich aufgestellt, so tragen doch alle gleichermaßen die Hoffnung in die Welt, die Jünger des Pilgers nach all den bitteren Niederlagen und Verlusten doch noch besiegen zu können. Qaunione item Als Zeichen ihres reinen Glaubens und ihrer Kirchlichen und weltlichen Befugnisse tragen die Praiosgeweihten dieser Gruppen eine Quanionenblüte mit sich – eine jener herrlich anzuschauenden Blumen, die nach dem willen des Götterfürsten überall dort wächst, wo Unheil und Unrecht drohen. In der Hand eines gottgefälligen Trägers scheint diese Blume auch gepflückt niemals zu welken, und so dient sie den Questadoren als Erkennungszeichen und Talisman gleichermaßen.
Auch Tarmor von Ragath hat sich mit einer Quanione im Gepäck auf die Suche nach dem göttlichen Artefakt gemacht. Nach wochenlanger erfolgloser Suche im Westen des Reiches beschloss Tarmor seine Queste weiter im Süden des Kontinents fortzusetzen. An Bord eines kaiserlichen Schiffes, dessen Offiziere dem Geweihten natürlich eine Passage gewähren, reist Tarmor gen Süden. Nach einigen ereignislosen Tagen will es dann der Zufall (oder etwa eine Fügung?), das man auf einen schwer beladenen, südländischen Sklavenjäger trifft. Die Kaiserlichen schneiden dem Al’Anfaner den Weg ab, und stellen ihn zur Schlacht. Schiffskampf Während der Kampf tobt gelingt es Tarmor sich zu den Sklaven durchzuschlagen und einige von ihnen zu befreien. Diese wiederum sind zwar größtenteils entkräftet und müssen mit improvisierten Waffen kämpfen – der Hass auf ihre Peiniger treibt sie jedoch zur Raserei. Insbesondere ein hünenhafter Thorwaler fährt einem Berserker gleich durch die Reihen der Menschenhändler und fügt diesen mit seinen Ketten, die ihn eben noch in Schach hielten, große Verluste zu. Dabei fällt alsbald auf, das der Nordmann stets von einem kleinen Goblin begleitet wird, der ihm wie ein Schatten folgt. Dieser, offensichtlich mit magischen Fähigkeiten ausgestattete Goblin, versteht es meisterhaft, seine arkanen Kräfte aus sicherer Entfernung gegen die Sklavenjäger einzusetzen und vor allem dem Thorwaler damit den Rücken freizuhalten. Bald sind die Südländer mit vereinten Kräften besiegt und in Ketten gelegt. Anschließend laufen die Kaiserlichen Grangor an, um die Verletzten zu versorgen, Schäden zu beseitigen, und die Al’Anfaner der Gerichtsbarkeit zu übergeben. Einige der freigelassenen Sklaven verdingten sich bei den Kaiserlichen, die meisten jedoch suchen ihr Glück in den Gassen und Kanälen Grangors. Hier ist es auch, wo Tarmor den stolzen Thorwaler, der sich als Lasse Gunnarsson vorstellt, näher kennenlernt. Nordöstlich von Salza, so erzählte der Hüne, war er bei einem nächtlichen Überfall gefangengenommen und verschleppt worden. Wahrscheinlich von nostrischen oder andergastschen Marodeuren, die sich durch den Verkauf von Arenasklaven an die Al’Anfaner ein stattliches Zubrot verdienten. Als wäre die Gefangenschaft für den Thorwaler nicht schon Demütigung genug hatten seine Häscher noch etwas Besonderes für ihn in petto: Lasse wurde auf Grund seiner Konstitution dazu auserkoren, einen halbtoten, hässlichen und stinkenden Goblin zu tragen. Dieser wurde ihm kurzerhand auf den Rücken gebunden, und wenn auch das Gewicht für Lasse kein Problem darstellte, so war es doch äußerst unbequem mit gefesselten Händen den meist leblosen Körper durch unwegsames Gelände zu tragen und mit den anderen Schritt zu halten. In den folgenden Tagen erholte sich der Goblin zusehends und wich dem Thorwaler nun nicht mehr von der Seite. Anfangs war Lasse die Gesellschaft von Squeech alles andere als Recht – mit der Zeit stellte er jedoch fest, das Squeech über arkane Fähigkeiten verfügte. Einerseits hatte der Nordmann einen enormen Respekt vor diesen Fähigkeiten, zum anderen merkte er aber auch, das den beiden die Fähigkeiten Squeechs durchaus zum Vorteil gereichten. Nach einigen Tagen erreichte der Sklaventross dann die Küste, an der auch schon ein Schiff auf “die Ware” wartete. Widerum einige Tage später ereignete sich dann die schicksalhafte Begegnung mit dem Schiff der Kaiserlichen und mit Tarmor von Ragath.

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Praesi Praesi

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