Die Fähre

Bevor die von den Allbrückern erbaute steinerne Brücke eine sichere und schnelle Überquerung des Dergel ermöglichte, führte der einzige Weg auf die andere Flußseite über die Fähre. Das hölzerne Fährboot, das mittels zweier über den Fluß gespannter Seile und einer Windenkonstruktion bewegt wird, ist heute nicht mehr in Betrieb. Auf der Dorfseite führt heute ein steiler Pfad von der Anlegestelle hinauf zum Zollturm an der Brücke. Im Bereich der ursprünglichen Zufahrt zum Anleger befindet sich heute das Brückenwiderlager.
Da die Dörfler die Fähre jedoch nach wie vor als Grundstein des wirtschaftlichen Aufschwungs und der gesamten Ortschaft betrachten, werden Fähre und die Anlegestellen auf beiden Seiten des Flusses liebvoll gepflegt und instand gehalten. Außerdem gibt es ein ‘Fährfest’, das jeweils nach dem Frühjahrshochwasser am ersten Efferdtag des Ingerimmmondes beginnt, und eine ganze Woche andauert. Die Dörfler hoffen, damit sowohl den Gott des Wassers als auch den Schutzpatron der Handwerker milde zu stimmen.

Die Fähre

Von eigenen Gnaden Praesi Praesi