Von eigenen Gnaden

Drachen!

Drachen!

In einer wilden Hatz jagen Lasse, Adran und Tarmor durch den Talkessel. Der Golgarit muss dabei mit einer Hand den vor ihm quer auf dem Pferd liegenden Darrag festhalten, und auch Squeech klammert sich an Tarmor fest, um nicht herunterzufallen. Schnell wird den Gefährten jedoch klar, das sie selbst unter günstigeren Bedingungen – mit ausgeruhten Pferden und nur normalem Gewicht auf deren Rücken – keine Chance auf ein Entkommen hätten.
Wieder ist es Lasses Stimme, die durch das Tal schallt: “Dort, die Ruinen!” ruft er, und weist auf die Überreste einiger kleinerer Bauwerke aus Stein, die geschätzte zweihundert Schritt vor ihnen aus dem Boden ragen. Noch einmal treiben die Freunde ihre Pferde an, und nach einigen Augenblicken haben sie das verfallene Gemäuer erreicht, das wohl ehemals ein Karawanserei gewesen sein mag. Während Squeech, Tarmor und Lasse von den Rücken ihrer Pferde gleiten und sich sogleich in Richtung der Drachen wenden, löst Adran das Seil, mit dem er Darrag an sein Pferd gebunden hatte. Gerade noch kann er den Körper des Schmieds etwas unsanft hinter der nächsten Mauerecke ablegen, als die Drachen auch schon zur Landung ansetzen.
P1000728Der Boden unter den Füßen der Freunde erzittert leicht, als ein ausgewachsener Perldrache seine Pranken auf dem Untergrund aufsetzt. Begleitet von einem markerschütternden Schrei wirft er den Kopf zurück, und wirbelt einem letzten Flügelschlag Unmengen feinen Staubs auf. Bereits nach der Schlacht um Dreitanns Hain haben die Gefährten mit einem solchen Untier Bekanntschaft machen müssen. Auch Shepatia benutzte einen solchen Drachen als Reittier. Doch dieser Vertreter seiner Art ist deutlich größer! Begleitet wird der Perldrache von drei Jungtieren, die zwar bei weitem nicht die gleiche Größe erreichen, aber dennoch wie harte und unangenehme Gegner aussehen. Sogleich geht das ausgewachsene Tier auf Squeech los, der sich allerdings geschickt hinter einigen Mauerresten in Deckung bringen kann. Adran, Tarmor und Lasse nutzen die Gelegenheit, um zwei der drei Drachlinge zu attackieren. Die Jungtiere müssen einige schwere Hiebe einstecken, und bald schon bluten sie aus einer Vielzahl an Wunden. Aber auch die drei Freunde werden mehrfach von Schwanzhieben, Bissen und Schwanzschlägen der Geschuppten getroffen. Währenddessen gelingt es Squeech in einer Art Katz und Maus Spiel immer wieder den schweren Angriffen des großen Drachen zu entgehen, und seinerseits einige magische Treffer anzubringen. Zwar sind diese Treffer durchaus respektabel, doch scheinen sie den Drachen nur wenig zu beeindrucken. Immer wieder erhebt sich der riesige Leib der Echse unter mächtigen Schlägen seiner Schwingen kurz vom Boden, um seine Position zu verändern. Als der erste Drachling unter einem mächtigen Schwertstreich Adrans tot zu Boden fällt wirft das Alttier erneut den Kopf zurück, und sein Schrei dröhnt in den Ohren der Gefährten. Als kurze Zeit später das zweite Jungtier fällt schickt der große Drache Squeechs Freunden seinen Feuerodem voller Zorn entgegen. Im Gegenzug trifft ihn der kleine Hexer wieder mit einem seiner gefürchteten Zaubersprüche. Trotz heftiger Gegenwehr ist bald auch der dritte Drachling getötet, und die Freunde können sich gemeinsam dem riesigen Gegener entgegenstellen.P1000730b Geschickt nutzen sie immer wieder die Mauerreste als Deckung, und greifen ihn von mehreren Seiten gleichzeitig an. Der Kampf wogt eine Weile heftig hin und her. Zwar können die Gefährten ihre Überzahl und das Gelände für ihre Zwecke nutzen, und dem Drachen auch eine Wunde nach der anderen zufügen – dennoch droht das Biest die Gegner durch seine enorme Zähigkeit an den Rand der Erschöpfung zu bringen. Dann bringt der Drache sich erneut in eine neue Position, dieses Mal schon in einiger Entfernung zu den Kämpfern. Mit seinen gelb funkelnden Augen scheint er Tarmor, Lasse, Squeech und Adran jeweils einzeln zu taxieren. Schließlich entscheidet er sich, mit einem abermaligen lauten Schrei vom Boden abzuheben, und den Kampfplatz mit ausladenden Flügelschlägen zu verlassen.
Erleichtert atmen die Freunde auf. Zwar glauben sie, das sie den Drachen schlußendlich hätten besiegen können, doch das wäre eine langwierige und blutige Angelegenheit geworden, die auch sie selbst nicht ohne größere Blessuren überstanden hätten.
Während Squeech, Adran und Lasse daran machen, die versprengten Pferde zurückzuholen, sieht Tarmor nach Darrag. Zwar zeigt der Körper des Schmieds nach wie vor keinerlei Anzeichen von Puls oder Atmung, aber das verwundert den Parioten bei einem “Geist” nicht sonderlich. Zumindest ist auch noch keine Totenstarre eingetreten.
Als seine Freunde mit den eingefangenen Pferden zurückkehren werden während einer kurzen Rast gegenseitig die ärgsten Blessuren behandelt. Adran bindet Darrags Körper erneut auf den Rücken seines Pferdes, und Squeech nimmt dieses Mal hinter Lasse Platz, und die Gefährten setzen ihren Weg fort. Bald schon verlassen sie die Berge, und reisen unbehelligt zuerst durch ein Waldgebiet und danach in Sichtweite des Darpat, bis sie im Licht der untergehenden Sonne schließlich den Golf von Perricum mit seiner namensgebenden Stadt an der Mündung des Darpat erblicken.

Comments

Der Perldrache war durchaus ein heftiger Gegner! Nachdem aber die Drachlinge relativ schnell dahingeschnetzelt waren wurde der Kampf ziemlich zäh. Im Endeffekt hätten wir das Viech mit ziemlicher Sicherheit auch besiegt, was aber wohl ein mehr oder minder stures ‘Runtergekloppe’ gewesen wäre. Einvernehmlich wurde das also abgekürzt, und dem Drachen die Flucht “gestattet”. Nach der Spiel-Session gab’s dann auch noch eine kurze Diskussion über Solomonster im Allgemeinen. Als Einzelgegener mögen die vielleicht heftige Werte haben, die Kämpfe gegen solch einen einzelnen Gegner wurden aber von Allen als relativ langweilig eingestuft. Der “Brückenproll” Lasse aka Crimson King hat hierzu auch mal eine kleine Diskussion im Tanelorn-Forum losgetreten.
Nichtsdestotrotz sind wir jetzt quasi in Perricum, und jetzt folgt wahrscheinlich mal ein eher diplomatisch angehauchter Spielabend. Ich hoffe mal nicht, das die Strassen Perricums von vielen Monstern heimgesucht werden… .

Drachen!
Praesi Praesi

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